Mobilitätstag Stattegg - Radastisch

Unter dem Motto „Beweg Dich und bleib gesund!“ gab es in Stattegg einen Aktionstag rund ums RAD.

Sabine Sill, 22.10.2021

Großes Interesse erzielte die "Zigarre" von Fritz Frühwirth (weißes T-Shirt)
Großes Interesse erzielte die "Zigarre" von Fritz Frühwirth (weißes T-Shirt)

Mit Unterstützung durch den Bike Club und dem Repaircafe wurde am Dorfplatz beim neuen TIM Standort ein Herbst- Check für Fahrräder veranstaltet und kleine Reparaturen durchgeführt. 

Viel Interesse erntete auch die Präsentation origineller Liegeräder des Liegeradvereins, wo man sich nicht nur über die Besonderheiten unterhalten konnte sondern auch die eine oder andere Probefahrt unternommen wurde.

Sportlichen Spielspaß gab es für die Kinder, die mit eigener Kraft auf einem Liegerad die Windmaschine bedienten.

 

Am Stand der „radlobby“ gab es viele Informationen rund ums Rad mit Karten, Broschüren, aber auch nützlichen Alltagshelfern für das Rad. 


Klarer Sieger bei Stattegger Verkehrs-Challenge

Fritz Frühwirth versetzte die Konkurrenz mit seiner "Zigarre"

29.09.2021

v.l.n.r.: GR Thomas Hofer, BGM Andreas Kahr-Walzl, Friedrich Frühwirth, Erich Kvas, GR Philipp Rotmann, Wolfgang Jakosch, GR Sabine Sill (alle Stattegg) und Klaus Minati (Klimabündnis).  Fotocredit: Klimabündnis
v.l.n.r.: GR Thomas Hofer, BGM Andreas Kahr-Walzl, Friedrich Frühwirth, Erich Kvas, GR Philipp Rotmann, Wolfgang Jakosch, GR Sabine Sill (alle Stattegg) und Klaus Minati (Klimabündnis). Fotocredit: Klimabündnis

Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche hat Stattegg am 22. September eine Wettfahrt veranstaltet (unter Einhaltung der StVO).

 

Unter den Teilnehmer•innen auch der Bürgermeister und einige Gemeinderät•innen.

 

Wer schafft es als Erste(r) vom Dorfplatz auf den Grazer Hauptplatz? Verschiedenste Verkehrsmittel sind gegeneinander angetreten (Rad, Moped, Auto, Bus/Bim, ...).

 

Die Antwort war eindeutig: Niemand konnte den Sieg von Fritz Frühwirth mit seiner weithin bekannten Zigarre (Liegerad) gefährden. 

Das Ergebnis im Detail:

  1. Friedrich Frühwirth – Liegerad, 17min 44sek
  2. Wolfgang Jakosch – Oldtimer Moped, 18min 24 sek
  3. Bürgermeister Andreas Kahr-Walzl – E-Bike, 20min 13 sek
  4. Gemeinderätin Sabine Sill – Fahrrad, 22min 15 sek
  5. Erich Kvas – Pkw, 23min 33 sek
  6. Gemeinderat Thomas Hofer – E-Auto, 24min 58 sek
  7. Gemeinderat Philipp Rotman – Bus/Bim, 35min 13 sek

 

Alle waren begeistert und der Bürgermeister meinte: "Wie man anhand des Ergebnisses der Verkehrsmittelvergleichsfahrt gesehen hat, ist das Fahrrad eine schnelle Alternative zum Auto für den Weg von Stattegg nach Graz. Umso wichtiger wäre daher eine Fortsetzung des Radweges auf der Stattegger Straße ab Oberandritz nach Stattegg. Dadurch würde die Fahrt mit dem Fahrrad nicht nur schnell, sondern auch sicherer werden. Der Anteil der Radfahrer könnte durch die Weiterführung des Radweges sicherlich noch erhöht werden."

 

Die Grünen werden den Bürgermeister beim Radweg-Projekt unterstützen wo sie können.

 

Beitrag in meinbezirk.at von Nina Schemmerl.


Stattegg ist gerüstet für den nächsten Starkregen

Eine Studie belegt, dass die Stattegger Rückhaltebecken nicht nur Andritz schützen, sondern auch die Gemeinde selbst

15.08.2021

Detailbild aus der Arbeit Hoyer über Zuflüsse im Bereich Falschgraben
Detailbild aus der Arbeit Hoyer über Zuflüsse im Bereich Falschgraben

Stattegg hat das einzigartige Glück, dass die Hochwasserfrage für das Gemeindegebiet durch eine wissenschaftliche Untersuchung geklärt wurde. DI Erik Hoyer hat im Jahr 2017 eine Masterarbeit zum Thema "Hochwasserschutz in Stattegg" vorgelegt und damit sein Studium Geotechnical and Hydraulic Engineering an der TU Graz abgeschlossen. In dieser Arbeit wird jeder Graben und jede Furche, die bei Regen Wasser führen kann, im Gemeindegebiet berücksichtigt. Entsprechend detailliert sind auch die Ergebnisse. Die Arbeit wird unten als Download zur 'Verfügung gestellt.

 

Beim letzten Starkregen am 30.07. haben sich in Andritz noch nie gesehene Szenarien abgespielt. Strassen verwandelten sich in Bäche und führten Geröll mit sich, das tagelang wieder beseitigt werden musste. Noch nie hatte es in Andritz in so kurzer Zeit so viel Niederschlag gegeben.

 

Es erhebt sich die Frage: Wie konnte das passieren wenn doch zwei große Rückhaltebecken für Andritz in Stattegg gebaut wurden? Sind die Staueinstellungen nicht mehr zeitgemäß? Sind die Becken unterdimensioniert? 

 

DI Hoyer erklärt, dass die beiden Rückhaltebecken Höllbach und Andritzbach zwar ursprünglich für 100-jährliche Hochwasser geplant waren, aber letztlich für 150-jährliche Hochwasser dimensioniert und gebaut wurden. Die Durchlaufmengen sind genau auf das für den Andritzbach maximal verkraftbare Maß ausgelegt, daher ist Stattegg am 30.07. auch nicht untergegangen. Die Wassermassen, die Andritz versenkten kamen von weiter unten, wo es noch viele Möglichkeiten des seitlichen Zulaufs für den Andritzbach gibt (z.B. Nistlgraben, Frauenloch). 

 

 

Der Falkenwegbach beispielsweise existiert gar nicht, außer es kommt zu einem Starkregen. Dann verwandelt sich der Weg in einen Bach, der direkt in das Therapiezentrum Andritz hineinstürzt, inklusive Schotter und Geröll.

Auch der Gabriachbach ist ein wichtiger Zubringer für den Andritzbach. Dieser hat auch eine Stauvorrichtung, allerdings war sie diesmal überfordert. Der Pegelstand, der auf der Katastrophenschutzseite der Stadt Graz eingesehen werden kann, zeigte Alarmstufe Rot, also die Stauvorrichtung ist überlastet.

 

Die Pegelstände der Rückhaltebecken Höllbach und Andritzbach zeigten nichts dergleichen. Das Andritzbachbecken "reagierte" gar nicht (Durchlassmenge 10,5 m³/s) und das Höllbachbecken zeigte einen Pegelanstieg von 2m (Durchlassmenge 0,4 m³/s). Laut DI Hoyer kann das Höllbachbecken bis zu einer Höhe von 8-9m aufstauen.

 

Laut Wetterstation von Hr. Jarz kam am 30.7. innerhalb von 4 Stunden 55 l/m² in Stattegg Hub herunter. In Andritz waren es 172 l/m² innerhalb von 4 bis 6 Stunden, was einem 300-jährlichen Starkregenereignis entspricht.

 

Vor allem das Höllbachbecken dämpft die Wassermengen auch schon bei geringen Regenereignissen und schützt damit nicht nur Andritz sondern auch das Stattegger Gemeindegebiet im Einflussbereich das Andritzbach.

 

Wasseraustritt aus dem Kanal im Bereich Mühl
Wasseraustritt aus dem Kanal im Bereich Mühl

Dennoch verursacht der Regen auch in Stattegg immer wieder unangenehme Situationen. Auch diesmal war die Kanalisation überfordert und das Abwasser sprudelte in Mühl munter aus dem Deckel inklusive Toilettenpapier.

 

Das Kanalnetz ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Auch in der Arbeit Hoyer wird darauf hingewiesen, dass noch nicht alle Risse und Löcher repariert oder wenigstens gefunden wurden. Bei Regen fließen über diese Öffnungen ungeplante Zusatzwässer ins Kanalsystem, die nach Übergabe in die Kanalisation Graz von der Gemeinde bezahlt werden müssen. Im Jahr 2014 wurden die Stattegger Haushalte über die öffentliche Leitung mit 115.000 m³ Trinkwasser versorgt, allerdings wurden über das Kanalnetz an die Holding Graz 170.000 m³ Abwasser übergeben. Der Überschuss sind Oberflächenwässer, die ins Kanalnetz gelangen anstatt über Bäche abgeführt zu werden oder zu versickern. Im Jahr 2014 bedeutete dies Mehrkosten von € 58.850,- (€ 1,07/m³).

 

Stattegg ist also vorbereitet auf den nächsten Starkregen, nur sein Kanalnetz ist es nicht

Download
DI Erick Hoyer: Hochwasserschutz in Stattegg. 2017
701053_hoyer_erik_georg_2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 23.4 MB

Hätte Tarek Leitner die Boden-Petition unterschrieben?

11.07.2021

DerStandard, 11.07.2021

ORF Moderator & Buchautor Tarek Leitner (https://www.flickr.com/photos/figlhaus_wien/albums/72157690280073596)
ORF Moderator & Buchautor Tarek Leitner (https://www.flickr.com/photos/figlhaus_wien/albums/72157690280073596)

Der bekannte ORF-Moderator und Buchautor Tarek Leitner hat sich heute als Gastkommentator im Standard zum Thema Versiegelung des Landes zu Wort gemeldet. Ist unsere Landschaft wirklich bald weg?

 

Haben wir tatsächlich noch die Zeit Entscheidungen und Gemeinderatsbeschlüsse aufzuschieben? Das Präfix "Dringlichkeit" des Antrags zur Bodenpetition von Sabine Sill in der Gemeinderatssitzung vom 24.06. hatte wohl noch nie mehr reale Bedeutung. 

 

Was hindert die anderen Fraktionen im Gemeinderat sich klar für unsere Landschaft zu deklarieren? 

 

Ist Tarek Leitner auch nur einer dieser Alarmisten und Hysteriker?

In seinen Büchern "Mut zur Schönheit – Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs" (2012) und "Wo leben wir denn?" (2015) diskutiert er das worauf die Österreicher am meisten stolz sind: Unsere schöne Landschaft


Bodenschutz-Initiative nimmt Fahrt auf

Drei Gemeinden haben bereits einen Gemeinderatsbeschluss, Stattegg nicht

08.07.2021

Sandra Krautwaschl beim Lokalaugenschein in Eggersdorf mit VzBgmin Julia Reichart
Sandra Krautwaschl beim Lokalaugenschein in Eggersdorf mit VzBgmin Julia Reichart

Dass der Bodenschutz von überparteilichem Interesse ist, haben manche Gemeinden bereits verstanden. So unterstützen die Gemeinden

  • St. Radegund (Bgm Kogler, ÖVP)
  • Zeltweg (Bgm Reichhold, SPÖ) 
  • Eggersdorf (Bgm Pichler, ÖVP)

die Bodenschutzpetition per Gemeinderatsbeschluss.

 

Stattegg hat diese Möglichkeit im letzten Gemeinderat leider versäumt. Warum, darüber wurde bereits berichtet.


Uups schon da?

01.07.2021

Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb sagt im Kleine Zeitung Interview: 

 

"Zumindest können wir nicht mehr sagen: Das ist eh weit weg, ..."


Ist eh weit weg ... aber wie lange noch?

29.06.2021

orf.at
orf.at

Nachtrag: Betrifft Stattegg nicht ...

25.06.2021

Kleine Zeitung 25.06.2021
Kleine Zeitung 25.06.2021

So sieht die Zukunft aus, die Stattegg laut ÖVP nicht betrifft. Bodenversiegelung, Klima? Alles weit weg ...

 

Sind die Grünen wirklich nur unverbesserliche Alarmisten?

Oder ist die ÖVP dabei das Haus auszumalen während das Dach schon brennt?